Hier finden Sie häufig gestellte Fragen und Antworten zu Krankheit und Diagnose, sowie Rechtlichtes, kurz zusammengefasst. 

Fragen, die sich Betroffene stellen 

Vergesslichkeit kann viele Ursachen haben – und nicht jede Gedächtnisstörung bedeutet automatisch Demenz.

Es gibt harmlose und vorübergehende Gründe, wie z. B.: 

  • Stress oder Überlastung 
  • Schlafmangel 
  • Depression oder Angst 
  • Nebenwirkungen von Medikamenten 
  • Vitaminmangel (z. B. B12) 
  • Hormonelle Veränderungen 

Demenz bezeichnet hingegen eine fortschreitende Beeinträchtigung von Gedächtnis, Denken und Alltagsfunktionen, die über das normale altersbedingte Nachlassen hinausgeht.

Typische Warnsignale können sein: 

  • Häufiges Vergessen von kürzlich Erlebtem oder Gelerntem
  • Orientierungsschwierigkeiten in vertrauter Umgebung 
  • Probleme bei Alltagsaufgaben, die früher leichtfielen 
  • Auffällige Wortfindungsstörungen
  • Veränderungen von Persönlichkeit oder Verhalten 

Wichtig: Nur eine Untersuchung durch Spezialist:innenen (Hausarzt/Hausärztin, Neurolog:in, Gedächtnisambulanz, Psycholog:in) kann klären, ob Ihre Vergesslichkeit harmlos oder ein frühes Anzeichen einer Demenz ist. Je früher die Ursache erkannt wird, desto besser sind die Behandlungsmöglichkeiten. 

Weiterführende Informationen finden Sie auf der Seite des Gesundheitsministeriums:  
https://www.gesundheit.gv.at/krankheiten/gehirn-nerven/demenz/diagnose.html 

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Anzeichen und Symptome einer Demenz

Arten und Formen einer Demenz

Demenz ist der Überbegriff für eine Reihe verschiedener Erkrankungen. Eine formelle Diagnose wird vom Arzt / Ärztin (oft: Neurolog:in, Psychiater:in) nach einem mehrstufigen Prozess gestellt.  

Hier die wichtigsten Anlaufstellen: 

  • Hausarzt / Hausärztin 
    Häufig erste Anlaufstelle, führt eine Basisdiagnostik durch und entscheidet über Überweisungen. 
  • Fachärzt:innen für Neurologie oder Psychiatrie 
    Spezialisierte Diagnostik bei Verdacht auf Demenz. 
  • Geriater (Altersmediziner) 
    Besonders bei älteren Patient:innen oft eingebunden. 
  • Gedächtnisambulanzen (Memory Clinics) 
    Spezialisierte Zentren, die eine umfassende Abklärung anbieten. 
  • Psycholog:innen mit einer entsprechenden Ausbildung können einen Verdacht durch Testungen abklären, aber keine medizinische Diagnose stellen.

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    Diagnose und Abklärung einer Demenz

Die Diagnose beruht auf klinischen Untersuchungen, Tests und Bildgebung: 

1.  Anamnese 
Gespräch mit Patient:in und Angehörigen über Symptome, Krankheitsverlauf, Vorerkrankungen, Medikamente. 
Erhebung von Alltagsbeeinträchtigungen. 

2 . Körperliche Untersuchung 
Ausschluss anderer Ursachen (z. B. Schlaganfall, Parkinson, Depression). 

3. Neuropsychologische Tests 
Mini-Mental-Status-Test (MMST), Uhrentest, DemTect usw. 
Prüfung von Gedächtnis, Aufmerksamkeit, Sprache, Orientierung, Problemlösen. 

4. Laboruntersuchungen 
Blutwerte zur Abklärung behandelbarer Ursachen (z. B. Vitamin-B12-Mangel, Schilddrüsenprobleme). 

5. Bildgebung des Gehirns 
MRT oder CT zur Darstellung von Hirnveränderungen und Ausschluss anderer Ursachen. 

6. Eventuell weitere Tests 
EEG (Hirnstrommessung) 
Lumbalpunktion (Analyse der Gehirn-Rückenmarks-Flüssigkeit bei Verdacht auf Alzheimer oder Entzündungen).

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Diagnose und Abklärung einer Demenz

Fragen, die sich das Umfeld und Angehörige stellen

  • Krankheitsbild klären: Demenz ist ein Oberbegriff. Fragen Sie die Ärztin / den Arzt, welche Form vorliegt (z. B. Alzheimer, vaskuläre Demenz, Lewy-Body-Demenz) und wie weit fortgeschritten die Erkrankung ist.
     
  • Therapieoptionen besprechen: Es gibt Medikamente, die den Verlauf verlangsamen oder Symptome lindern können, und nicht-medikamentöse Therapien wie Gedächtnistraining, Ergotherapie oder Musiktherapie.
     
  • Regelmäßige Kontrolltermine vereinbaren, um Fortschritte oder Veränderungen zu überwachen. 
     
  • Rechtliche und organisatorische Vorsorge: Es ist wichtig, diese Punkte frühzeitig zu klären, solange Ihr:e Partner:in noch selbstbestimmt entscheiden kann: 
    - Vorsorgevollmacht oder Patientenverfügung erstellen, wenn gewünscht 
    - Finanzielle Absicherung prüfen (Pflegeversicherung, evtl. Antrag auf Pflegegeld stellen) 
     
  • Alltag anpassen
    - Struktur und Routinen geben Sicherheit
    - Wohnumfeld anpassen, um Stürze oder Verwirrung zu vermeiden (Beschriftungen, gute Beleuchtung, Stolperfallen entfernen) 
    - Gemeinsame Aktivitäten pflegen, die Freude bereiten und nicht überfordern 
    - Geduld und klare Kommunikation
     
  • Eigene Belastung im Blick behalten 
    Demenz betrifft immer auch die Angehörigen. Achten Sie auf Ihre eigene Gesundheit: 
    - Unterstützung annehmen (Beratung, Pflegedienste, Tagesbetreuung, ehrenamtliche Helfer) 
    - Pausen und Erholungszeiten organisieren 
    Austausch in Angehörigengruppen suchen – Sie sind nicht allein 

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    Nach der Diagonse Demenz: die nächsten Schritte
     

Bei der Kommunikation mit Menschen mit Demenz ist es wichtig, Verständnis, Geduld und eine angepasste Gesprächsführung zu zeigen, da Gedächtnis, Orientierung und Sprachfähigkeit zunehmend nachlassen. 

„Mit dem Herzen zuhören, mit einfachen Worten sprechen, mit der Körpersprache verstehen.“
 
  • Ruhige und wertschätzende Haltung 
    - Freundlich, respektvoll und geduldig sprechen. 
    - Emotionen sind oft wichtiger als der Inhalt der Worte –greifen Sie die Emotion Ihres Gegenübers auch in Ihrer Wortwahl und Lautstärke auf.  
    - Nicht korrigieren oder kritisieren, wenn etwas „falsch“ gesagt wird, besser auf die Absicht der Aussage eingehen. 
     
  • Einfache, klare Sprache bei fortgeschrittener Erkrankung 
    - Kurze, einfache Sätze und klare Botschaften verwenden (keine Ironie oder „übertragene“ Redewendungen). 
    - Langsam und deutlich sprechen, Pausen lassen. 
    - Fachbegriffe und komplizierte Formulierungen vermeiden. 
     
  • Nonverbale Kommunikation nutzen 
    - Blickkontakt halten, sich auf Augenhöhe begeben. 
    - Gestik, Mimik und Berührungen gezielt einsetzen. 
    - Positive Körpersprache (z.B. zustimmend nicken) signalisiert Verständnis. 
     
  • Aufmerksamkeit und Geduld 
    - Zeit lassen, um Antworten zu formulieren. 
    - Nicht mehrere Fragen gleichzeitig stellen. 
    - Gespräche in ruhiger Umgebung führen, ohne Ablenkungen. 
     
  • Realität der Person akzeptieren
    - In die aktuelle Welt des Betroffenen einfühlen („für wahr halten“) statt Fakten zu korrigieren. 
     
  • Struktur und Orientierung geben
    Feste Routinen und bekannte Abläufe unterstützen die Kommunikation. 

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    Kommunikation mit Menschen mit Demenz
  • Struktur und Routinen schaffen
    - Feste Tagesabläufe geben Sicherheit (z. B. gleiche Zeiten für Mahlzeiten, Spaziergänge, Ruhepausen). 
    - Wiederkehrende Rituale (gemeinsames Frühstück, Lieblingsmusik am Nachmittag) helfen, den Tag vorhersehbar zu machen. 
    - Reizüberflutung vermeiden – lieber ruhige und klare Abläufe. 
     
  • Kommunikation anpassen 
    - Langsam und klar in kurzen Sätzen sprechen
    - Blickkontakt halten
    - Körpersprache einsetzen
    - Humor und positive Formulierungen nutzen
     
  • Gemeinsame Aktivitäten 
    - Einfache Tätigkeiten einbeziehen, die er/sie noch kann: Tisch decken, Blumen gießen, gemeinsam kochen. 
    - Erinnerungen aktivieren: alte Fotos anschauen, vertraute Musik hören. 
    - Kreative Beschäftigungen wie Malen, Singen oder Handarbeiten – angepasst an das Können.
     
  • Orientierungshilfen geben
    - Uhren mit gut lesbaren Ziffern, Kalender oder Tafeln mit dem Tagesplan.
    - Beschriftungen an Türen oder Schränken bzw. Symbole („Bad“, „Küche“). 
    - Helle, aufgeräumte Räume ohne Stolperfallen. 

Gönnen Sie sich Pausen.  Nur wenn es Ihnen gut geht, können Sie eine gute Betreuung leisten. 

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Die Diakonie bietet Unterstützung und Beratung für Menschen, die von Demenz betroffen sind, und deren Angehörige. Das Angebot ist vielfältig.

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